Haute-Gruyère I – Kerzers I 1:1

Eine starke Leistung von Kerzers

Beim heimstarken Haute-Gruyère wusste Kerzers nach der Pause zu gefallen. Die Seeländer holten ein 1:1-Remis, obwohl einige Leistungsträger fehlten.

Die Startphase stand ganz im Zeichen des Platzklubs, der mit schnellen Kontern immer für Gefahr vor dem gross aufspielenden Torhüter Matti Arne Kuuse sorgte. Dieser wurde von Dominik Moser jeweils grossartig unterstützt. Bei den Einheimischen sorgte besonders der Franzose Nicolas Jones, der aus allen Lagen schoss, für ständige Gefahr, so etwa in der 7. und 23. Minute. Auch von Albion Kastrati, Alexandre Savary, Burim Fazlija und Mathieu Gothuey kamen regelmässig gefährliche Aktionen. Bei Kerzers galt es, wie gewohnt Vasco Gonçalves Leite und Marc Rotzetter im Auge zu behalten, der einige gute Möglichkeiten erarbeitete. Zu gefallen wusste auch Yannick Gruber.

Kritische Schlussphase

Nach der Pause dominierte Kerzers das Geschehen bis auf die letzten sieben Minuten klar. Vorerst markierte Gothuey die Führung für die Gastgeber, und wenig später angelte sich Gonçalves Leite in einem Gedränge vor Torhüter Killian Ropraz den Ball und glich aus. In den Schlussminuten brannte es allerdings dreimal lichterloh vor Torhüter Kuuse. Vorerst hatte der eingewechselte Stürmer Victor Beaud das 2:1 auf dem Fuss, verzog aber um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (83.). Dann rettete Kevin Hubacher auf der Linie nach einem groben Schnitzer von Vincent Kaltenrieder gegen Beaud (86.). Und in der 90. Minute klärte Moser auf der Linie gegen den durchgebrochenen Fazlija. Kerzers war froh, dass der Schiedsrichter das Spiel bereits nach der 91. Minute beendete.

Zufrieden war Haute-Gruyère-Trainer Marco Galhardo: «Wir sahen ein intensives und schnelles Spiel mit beiderseits vielen guten Chancen. Sehr gut gefallen hat mir unser 1:0, das war herrlich herausgespielt. In der Schlussphase haben wir allerdings den Sieg vergeben.»

Kuuse zurück nach Deutschland

Kerzers-Trainer Marc Flühmann zeigte sich mehrheitlich zufrieden: «Als Rotzetter im Strafraum gelegt wurde, habe ich den Penalty-Pfiff vermisst. Nach der Pause kamen wir sofort ins Spiel und dominierten die Partie mehrheitlich – bis auf die katastrophalen Schlussminuten. Keiner meiner Spieler ist heute abgefallen, alle zeigten einen tollen Einsatz, denn wir wollten eigentlich drei Punkte holen.» Sorge bereitet ihm die Rückrunde, denn Torhüter Kuuse kehrt am 24. Dezember zurück nach Deutschland, und ein gleichwertiger Ersatz wurde noch nicht gefunden.

Zufrieden war auch Sportchef Guido Wildhaber: «Es war ein intensives Spiel mit einer gerechten Punkteteilung. Wir sind momentan nicht zu bezwingen.» Torhüter Kuuse ergänzt: «Das war heute ein intensives Kampfspiel, und hätte Moser nicht in der letzten Minute auf der Linie geklärt, würden wir als Verlierer nach Hause reisen. Ich werde Kerzers nach zweieinhalb Jahren mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen, denn ich habe hier viele gute Freunde gefunden.» Kuuse geht zurück in seine Heimatregion Bielefeld, wo er aufgewachsen ist, und wird beim SC Vlotha in der Landesliga spielen. Dort stand er bereits vor seiner Kerzers-Zeit im Tor. Um seine Nachfolge in Kerzers macht er sich keine Sorgen: «Mit dem 17-jährigen Nicki Haas wäre ein Nachfolger vorhanden, dem man das Vertrauen schenken sollte.» Er werde die Resultate des FC Kerzers im Internet ständig verfolgen und oft auch anreisen.

Telegramm

Haute-Gruyère – Kerzers 1:1 (0:0)

Stade des Auges, Grandvillard. – 80 Zuschauer. – SR: Frédéric Terrapon. Tore: 54. Gothuey 1:0. 58. Gonçalves Leite 1:1.

Haute-Gruyère: Ropraz, Oliva, Savoy, Iyongo, Waeber; Gothuey (75. Mekani), Haziri, Savary, Kastrati; Fazlija, Jones (66. Beaud).

Kerzers: Kuuse; Schulz, Etter, Vincent Kaltenrieder, Moser; Gonçalves Leite, Hubacher, Cloux, Gruber (79. Guggisberg); Rotzetter, Fuchs.