Ursy – Kerzers I 1:1 (1:0)

Kerzers erkämpft sich ein Unentschieden

Der stark ersatzgeschwächte 2.-Ligist FC Kerzers holte sich am Donnerstag in Ursy dank einer Steigerung nach der Pause einen Punkt.

Die Tabellennachbarn lagen vor der Partie am Donnerstagabend im sicheren Mittelfeld, Gastgeber FC Ursy einen Punkt vor den Seeländern. Beide Teams haben ein genügend grosses Punktepolster gegen hinten und nach ganz vorne einen etwas zu grossen Rückstand. Während Ursy sein letztes Spiel bei Leader Piamont überraschend gewann, setzte es für Kerzers gegen Plaffeien eine klare Niederlage ab. Bei so vielen Absenzen war das aber auch nicht verwunderlich: Im Glanebezirk fehlten Kerzers ein Dutzend Spieler, darunter einige der Stammkräfte, weshalb die Seeländer praktisch mit ihrem letzten Aufgebot antreten mussten.

Torwart Haas im Mittelpunkt

Bei besten äusseren Verhältnissen begann die Partie gar nicht gut für die Gäste, denn schon mit dem ersten Angriff ging Ursy in Führung: Maxime Ducrest verwertete ein Zuspiel Florian Panchauds aus nächster Nähe. Das entfesselte Ursy powerte gleich weiter und setzte die Seeländer mächtig unter Druck. Diese waren vorwiegend mit defensiven Aufgaben beschäftigt. Sie konnten aber auf ihren Torwart zählen. Was der noch junge und nicht grossgewachsene Nicolas Haas in der ersten Halbzeit an Chancen der Heimmannschaft stoppte, war schon phänomenal. Gegen Vedat Ramqaj zeigte Haas einen Superreflex (11.), dann rettete er mit einer Fussabwehr (37.), und kurz vor der Pause lenkte er einen Knaller von Cyril Dufey über die Latte. Ursy hatte noch weitere Chancen, ging aber fahrlässig damit um. Statt mit einer klaren Führung musste das Heimteam mit einem knappen Vorsprung in die Pause.

Trainer Flühmann hilft aus

Das war gut für den FC Kerzers, der nach Wiederbeginn mächtig aufdrehte, während sich Ursy wohl zu sicher fühlte und nicht mehr viel für die Offensive unternahm. Nach einer Stunde hatten die Gäste die erste gute Chance. Der aufgerückte Marc Kaltenrieder setzte seinen Kopfball knapp neben das Gehäuse. Der gleiche Spieler hatte einige Minuten später aber Pech, als er sich bei einem Zweikampf an der Schulter verletzte und raus musste – es war weiteres Ungemach für Kerzers, als ob es nicht schon genug Verletzte hätte. Etwas später übernahm Trainer Marc Flühmann mangels Alternativen auf der Bank seinen Part auf dem Terrain und machte seine Sache sehr gut. Bereits kurz vor dieser Einwechslung fiel jedoch der ein wenig überraschende Ausgleich: Ursy-Torhüter Simon Monney schlug im Herauslaufen über den Ball, Marem Ajadroski war zur Stelle und verwertete sicher. In der Schlussphase gab es auf beiden Seiten noch die eine oder andere Chance, es blieb aber bei diesem letztendlich gerechten Unentschieden.

Flühmann zeigte sich nach der Partie recht zufrieden: «Aufgrund unserer guten zweiten Halbzeit ist der Punkt sicher verdient, auch wenn wir vor der Pause schon etwas Glück hatten. Es war eine geschlossene und gute Mannschaftsleistung, darauf bin ich stolz.» Angesprochen auf seine Einwechslung, sagte Flühmann mit einem Schmunzeln: «Ich hatte gerade einmal 14  Spieler auf dem Matchblatt stehen. Und ich bin ja noch jung … (Red.: Jahrgang 1975).»

Telegramm

Ursy – Kerzers 1:1 (1:0)

Stade Communal. 120 Zuschauer. SR: Barbey. Tore: 2. Ducrest 1:0. 73. Ajdaroski 1:1.

Ursy: Monney; Brun, Schrago, Raboud, Schneebeli; Ducrest, Conus, Souici (31. G.  Dufey), Panchaud; Ramqaj (74. C. Dufey (76. Georgiev).

Kerzers: Haas; Fuchs, M. Kaltenrieder (70. E. Rotzetter), Lopes Ramos, Moser; Forster, Sylejmani, Gonçalves (58. Schwander), Hubacher; Guggisberg (74. M. Flühmann), Ajdaroski.