Kerzers I – Siviriez 1:3 (0:1)

Kerzers wieder in der Abstiegszone

Mit der unerwarteten 1:3-Heimniederlage gegen Siviriez ist Kerzers wieder unter den Strich gerutscht. Die Chancenauswertung der Seeländer war erneut schwach.

Die erste gute Möglichkeit in diesem Spiel hatte Cyril Gobet vom FC Siviriez, aber sein Freistoss von der seitlichen Sechzehnergrenze aus zischte um Zentimeter über das Tor (9.). Es dauerte bis zur 14. Minute, ehe sich die Einheimischen bemerkbar machten. Kevin Hubacher sah seinen Schuss vom lautstarken Torhüter Carlos Soares Moreira gehalten. In der Folge dominierte Kerzers das Spiel mehrheitlich, verstolperte aber sämtliche Möglichkeiten. Entgegen dem Spielverlauf gingen die Gäste in der 37. Minute in Führung, denn Maurice Deutsch brachte Thomas Müller im Strafraum zu Fall. Nadir Cebe verwertete den Penalty souverän ins rechte Eck.

Siviriez nun dominant

In der Pause hatte Trainer Csaba Vigh wohl die richtigen Worte gefunden, denn Siviriez beherrschte jetzt das Spiel und ging durch Tore des zur Halbzeit eingewechselten Costa Neves und von Klod Kum Maka bis zur 59. Minute mit 3:0 in Führung. Beim Platzklub sorgte nur Marem Ajdaroski für Gefahr, wurde aber mehrmals aus einer angeblichen Offsideposition zurückgepfiffen. Zudem traf er aus acht Metern vor dem Tor den Ball nicht richtig. In der 56. Minute wurde bei Kerzers Altmeister Ken Krähenbühl eingewechselt. Der Sohn des ehemaligen Präsidenten der Amateurliga bewies, dass mit ihm immer noch zu rechnen ist. Er scheiterte jedoch mehrmals ganz knapp. In der 68. Minute verfehlte Vasco Gonçalves Leite mit seinem Schuss aus 30 Meter das Tor nur knapp. In der Schlussviertelstunde beherrschte das Erli-Team das Geschehen wieder mehrheitlich. Vorerst hatte Enea Rostetter den Anschlusstreffer auf dem Fuss (75.). Besser machte es der souveräne Aussenverteidiger Maximilian Schulz eine Minute später und traf zum 1:3. Eine weitere Minute später hatte Ajdaroski das 2:3 auf dem Fuss, vergab aber einen idealen Pass von der rechten Seite knapp.

In der Schlussphase rettete Torhüter Nicolas Haas mirakulös gegen Thomas Müller, der seinem FC Bayern-Namensvetter nacheiferte. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff wurde der zweite Treffer von Schulz wegen Offside annulliert. Kerzers-Trainer Marc Flühmann war ob der Niederlage ziemlich verärgert. Er hatte sich zudem vorbereitet, selber ins Spiel einzugreifen, liess es aber schlussendlich bleiben: «Wir spielen Woche für Woche nicht mit der letzten Konsequenz und geben so unnötigerweise viele Punkte ab. So wird es jetzt wieder sehr eng», so Flühmann. «Wir müssen es nicht schönreden. Ich erwarte, dass wir in den letzten Spielen dieses Jahres gegen Saint-Aubin/Vallon, Belfaux und Sarine-Ouest noch einige Punkte holen.» In der Rückrunde ab März 2020 dürfte es dann besser laufen, denn da steht Goalgetter Marc Rotzetter wieder zur Verfügung.

Telegramm

Kerzers – Siviriez 1:3 (0:1)

Erli. – 100 Zuschauer. – SR: Laura Mauricio. Tore: 37. Cebe 0:1 (Foulpenalty). 51. Neves Costa 0:2. 59. Kum Maka Klod 0:3. 76. Schulz 1:3.

Kerzers: Haas; Schulz, Deutsch (84. Schwab), Etter, Schwander; Fuchs, Rostetter, Hubacher (46. Miftaroski), Gonçalves Leite; Ajdaroski, Azizi (56. Krähenbühl).

Siviriez: Soares Moreira; Karakolev, Clément Schneebeli, Jimmy Perritaz, Gobet (46. Neves Costa); Alexis Schneebeli, Müller, Fabio Perritaz, Kum; Carmona, Cebe.