Erneut drei Punkte für Kerzers I

Gegen das gegenüber der letzten Saison stark verbesserte Haute-Gruyère bekundete der 2.-Ligist FC Kerzers nur in den ersten fünfzehn Minuten einige Probleme und dominierte dann das Spiel klar.

Der aus Bielefeld stammende Kerzers-Torhüter Matti Arne Kuuse, dessen Eltern den Matchball gestiftet hatten, konnte sich in der Startphase nicht über Arbeit beklagen. Besonders Grégoire Bussard, Valon Ramabaja und der Belgier Marc Elie Bondo machten gewaltigen Druck, so dass selbst die wie gewohnt sichere Defensive der Einheimischen mehrmals ins Schleudern geriet. Wenig später angelte sich Verteidiger Adrian Spycher in der eigenen Platzhälfte den Ball und marschierte bis zum gegnerischen Sechzehner vor, wo er herzhaft abdrückte und das rechte Dreieck nur um Zentimeter verfehlte. Dann kam die grosse Phase von Marem Ajdaroski, der nun omnipräsent war und das Spiel nach Belieben dominierte und gestaltete. Vorerst jagte er einen Steilpass des ebenfalls gross aufspielenden Sandro Stoll ins rechte Aussennetz. Wenig später scheiterte er mit einem Superpass des diesmal von Beginn an spielenden Junioren Lars Kübler aus acht Metern an Torhüter Jonathan Velga (29.). Drei Minuten später gewann Ajdaroski im Strafraum einen Zweikampf mit Velga und markierte den Siegtreffer dieser attraktiven und schnellen Partie. Kurz vor der Pause stiessen Velga und Ajdaroski heftig zusammen. Der Torhüter wurde fünf Minuten gepflegt und dann vom Platz geführt. In der Nachspielzeit verfehlte Dominik Moser mit seinem Kopfball die 2:0-Führung nur knapp.

Den Druck erhöht

Nach der Pause erhöhte Kerzers den Druck zusätzlich, fand aber kein Rezept gegen den stark spielenden Ersatztorhüter Steve Jordan. Ajdaroski vergab noch zwei grosse Möglichkeiten und Roman Zesiger ebenfalls eine. In der 71. Minute war es dann so weit, und Ajdaroski machte Platz für das Comeback von Goalgetter Marc Rotzetter nach acht Wochen Verletzungspause. Dieser hat von seiner Schnelligkeit nichts verloren und wurde wie gewohnt von einem schwachen Schiedsrichter-Assistenten oft fälschlicherweise wegen angeblichem Offside zurückgepfiffen. Eine grosse Fleissleistung bot einmal mehr Rafael Gonçalves Vasco. Er hatte aber sein Visier schlecht eingestellt und konnte nicht reüssieren.

Trotz dem knappen Sieg war Trainer Marc Flühmann sehr zufrieden: «Da wir in der Defensive wenig Eigenfehler produzierten, hätten wir höher gewinnen müssen. Aber die Greyerzer haben in dieser Saison ein weit besseres Team und verfügen über brandgefährliche Angreifer. Mit unserem Spielsystem wollten wir das Mittelfeld bei ihnen zumachen, was uns recht gut gelungen ist.» Und Marc Rotzetter, der einen Muskelfaserriss erlitten hatte, ergänzte: «Es macht grossen Spass, nach zwei Monaten Zwangspause wieder zu spielen. Wir haben momentan einen guten Lauf und werden versuchen die bevorstehenden Partien gegen Ursy und Romont zu unseren Gunsten zu gestalten.»

Telegramm

Kerzers – Haute-Gruyère 1:0 (1:0)

Erli. 100 Zuschauer. SR: Pierre Ansorge.
Tor:
32. Ajdaroski 1:0.
Kerzers:
Kuuse; Spycher, Vincent Kaltenrieder, Marc Kaltenrieder, Dominik Moser; Kübler (87. Forster), Stoll, Weber (71. Cloux), Zesiger, Gonçalves Vasco; Ajdaroski (71. Rotzetter).
Haute-Gruyère:
Velga (44. Jordan); Schneuwly, Waeber (63. Benoit Gremaud), Duplain, Shaqiri; Mehmeti, Jahaj, Bondo, Ramabaja; Simon Gremaud, Bussard.
Autor: Edgar Fahrni