Kerzers I vs Saint. Aubin 2-0

Verdienter Sieg mit einigen Abstrichen

Markus Rudaz

Kerzers hat dank einem Chancenplus gegen St-Aubin/Vallon verdient mit 2:0 gewonnen, beanspruchte bei zwei Lattenschüssen des Gegners aber das Glück des Tüchtigen.

«Es ist eine Weile her, dass wir ein Startspiel gewinnen konnten», zeigte sich Kerzers-Trainer Marc Flühmann nach dem 2:0-Sieg im 2.-Liga-Auftaktspiel erleichtert. Sein Team konnte gegen St-Aubin/Vallon nahtlos an die guten Vorstellungen am Ende der letzten Meisterschaft anknüpfen und sein 10. Spiel ohne Niederlage feiern. Bis es so weit war, lag aber ein einigermassen steiniger Weg vor den Seeländern. Das fussballerisch limitierte, aber herzhaft kämpfende St-Aubin setzte immer wieder Nadelstiche.

Die Gäste hätten bereits nach knapp sechs Minuten in Führung gehen können, doch klatschte der Knaller von Spielertrainer Arbnor Ademaj von ausserhalb des Strafraums von der Latte zurück. Durch diesen Warnschuss geweckt, übernahm nun Kerzers allmählich das Spieldiktat und erarbeitete sich mehr und mehr gute Abschlussmöglichkeiten. Doch zumeist war man etwas gar verspielt und suchte zu oft den noch besser postierten Mitspieler, statt einmal herzhaft abzudrücken. Zudem war St-Aubins Torhüter Yannick Hausherr stets auf der Höhe seiner Aufgabe und entschärfte alles, was auf sein Gehäuse flog. Kerzers versuchte mit weiten Pässen die etwas behäbig wirkenden Gegner zu Laufarbeit zu zwingen, doch es fehlte die Genauigkeit, und allzu oft landeten die Bälle beim Gegner. So stand es zur Pause 0:0.

Zu viele Chancen ausgelassen

In der zweiten Halbzeit bestimmten die Einheimischen das Geschehen auf dem Platz noch erdrückender. Und diesmal liess der verdiente Lohn nicht lange auf sich warten: In der 49. Minute gelangte ein Eckball zum völlig frei stehenden Sandro Stoll, der sich nicht zweimal bitten liess. Nur wenig später konnte Michael Fuchs alleine auf Goalie Hausherr losziehen, brachte den Ball aber nicht an diesem vorbei. Und im Gegenzug hätte Justin Collaud mit seinem Heber um ein Haar den immer wieder weit aus dem Tor eilenden Kerzers-Hüter Matti Arne Kuuse kalt erwischt.

Auf der Gegenseite brannte es danach erneut lichterloh, doch verfehlte Marc Kaltenrieder das leere Tor kläglich. Besser machte es Yannick Gruber, als er seinen Gegenspieler stehen liess und alleine vor Goalie Hausherr die Nerven behielt und zum 2:0 einschob. Die mit dem letzten Aufgebot angetretenen Broyebezirkler hatten danach nicht mehr die Kraft, sich noch einmal gegen die drohende Niederlage aufzubäumen. Kerzers-Trainer Marc Flühmann hingegen konnte aus dem Vollen schöpfen und brachte alle fünf möglichen Einwechslungen. «Wir haben zu null gespielt. Das ist für mich sehr wichtig. Wichtig war auch, dass wir erkannten, dass wir nicht über das Spielerische, sondern eben auch über den Kampf zum Sieg finden mussten», konstatierte Flühmann.

Telegramm

Kerzers – St-Aubin/Vallon 2:0 (0:0)

Erli. – 100 Zuschauer. – SR: Gabriel Silva. Tore: 48. Stoll 1:0. 65. Gruber 2:0.

FC Kerzers: Kuuse; Weber, V. Kaltenrieder, M. Kaltenrieder, Schulz; Sutter (65. Rafael Gonçalves), Stoll, Hubacher (82. Azizi), Gruber (72. Comba); Rotzetter (79. Lopes Ramos), Fuchs (69. Ajdaroski).

FC St-Aubin/Vallon: Hausherr; Falk, A. Collaud, Toure, Girard (67. Pereira Gonçalves); J. Collaud, Arbnor Ademaj, Rexhaj (51. Vincent), Abdellatif (85. Cormin­boeuf); Sekovski, Arton Ademaj.

Bemerkungen: Lattenschüsse Arbnor Ademaj (6.) und Arton Ademaj (59.).